Ok, vielleicht sind es nicht 1001, aber wusstest Du, dass es in Deutschland über 90 verschiedene, tarifvertraglich geregelte Mindestlöhne gibt? Neben dem gesetzlichen Mindestlohn von 8,84€ gibt es diverse Branchen mit eigenen Mindestlöhnen- und in einigen Gewerben ist der Mindestlohn noch nicht mal angekommen.

Wir wollen Licht ins Dunkel bringen, deshalb kommt hier unser Roundup zur Zeiterfassung, zum Mindestlohn und allem, was du dazu wissen solltest.

Mindestlohn und Zeiterfassung

 

One size fits all? Nicht beim Mindestlohn!

Während sich die Textil- und Bekleidungsindustrie exakt an den gesetzlichen Mindestlohn von 8,84€ hält, gibt es in anderen Branchen Spitzenverdiener mit bis zu 16,13€ und ab 2018 sogar 16,53€ (Geld- und Wertdienste). Auch im Mittelfeld tummeln sich einige Branchen: Dachdecker (12,25€), Schornsteinfeger (12,95€), Glas- und Fassadenreiniger (13,25€), Schilder-/Lichtreklamehersteller (13,26€) sowie das Bauhauptgewerbe (14,70€).

Doch aufgepasst: Selbst innerhalb der einzelnen Gewerbe gibt es zum Teil große Unterschiede. Je nachdem ob Arbeitnehmer ungelernt, Helfer, Gesellen, Werker oder Fachwerker sind, gibt es Abstufungen im Mindestlohn. Auch der Standort, ob Ost-, Westdeutschland oder Berlin, wirkt sich auf den Mindestlohn aus.

 

Ausnahmen bestätigen die Regel

Trotz gesetzlichem Mindestlohn, der theoretisch für alle gilt, gibt es natürlich auch hier Ausnahmen.

Einige Branchen konnten mit ihren Gewerkschaften Übergangsregelungen vereinbaren, sodass sie sich bis zum 1. Januar 2018 Schritt für Schritt dem Mindestlohn angleichen können. Dazu gehören unter Anderem die Fleischindustrie (aktuell 8,75€) und die Land-, Forstwirtschaft und der Gartenbau (aktuell 8,60€).

Grundsätzlich gilt der Mindestlohn für Arbeitnehmer auch erst ab einem Alter von 18 Jahren. Allerdings auch dann nicht für Auszubildende, da diese nach dem Gesetz keinen „Lohn”, sondern eine Ausbildungsvergütung erhalten und der Sinn ihrer Arbeit nicht das Decken der Lebenshaltungskosten, sondern das „Lernen“ ist.

Auch Praktikanten können zum Teil unter Mindestlohn (oder gar nicht) vergütet werden, sofern das Praktikum nicht länger als 3 Monate andauert oder ein Pflichtpraktikum im Rahmen eines Studiums oder einer Ausbildung darstellt.

Darüber hinaus können Langzeitarbeitslose in den ersten 6 Monaten unter dem Mindestlohn beschäftigt werden, was einen Anreiz für Arbeitgeber darstellen und damit die Chancen auf einen Weg aus der Langzeitarbeitslosigkeit erhöhen soll.

 

1, 2, 3 – der Zoll kommt vorbei!

Schon 2014 war es groß in den Medien: Der Zoll hatte 1600 neue Mitarbeiter eingestellt, die in Form von Kontrollen dafür Sorge tragen sollen, dass der Dokumentationspflicht im Rahmen des Mindestlohngesetzes und des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes nachgekommen wird. Doch für wen gilt diese Pflicht zur vollständigen Zeiterfassung eigentlich und was genau soll dokumentiert werden?

Die Dokumentationspflicht gilt vor allem für Minijobber und für Branchen, „in denen eine besondere Missbrauchsgefahr besteht“. Dazu gehören unter Anderem das Baugewerbe, die Gastronomie, die Gebäudereinigung und der Messebau. Nicht aufzeichnungspflichtig sind hingegen Minijobber in Privathaushalten, Ehepartner, eingetragene Lebenspartner und Verwandte der Arbeitgeber sowie Arbeitnehmer mit einem Verdienst von über 2958€ Brutto bzw. über 2000€ nachweislich über 12 Monate gezahltem Bruttolohn.

Im Rahmen der Zeiterfassung müssen Start, Ende und Dauer der Schicht bzw. des Arbeitstages aufgezeichnet werden. Die Dokumentation muss innerhalb von 7 Tagen erfolgen und für zwei Jahre aufbewahrt werden, dabei ist es egal ob dies handschriftlich oder elektronisch geschieht. Bestehen bereits regelmäßige Dienstpläne, können diese als Grundlage für die Dokumentation verwendet werden, jedoch hat der Arbeitgeber diese zu kontrollieren und auf Abweichungen zu prüfen. Die Aufzeichnungen zur Zeiterfassung müssen weder vom Arbeitgeber noch vom Arbeitnehmer unterschrieben werden, sollten allerdings im Falle einer Zollkontrolle vorzeigbar sein.

 

Jetzt schon Kopfweh?

Zum Glück können wir da Abhilfe schaffen! shyftplan erfüllt alle nötigen Anforderungen der Dokumentationspflicht und macht dir die Zeiterfassung leichter.

Zeiterfassung und MindestlohnStell ganz einfach den jeweiligen Stundenlohn je Arbeitsbereich oder Mitarbeiter ein oder lass dir eine Warnung ausgeben, wenn ein Mitarbeiter über seine maximalen Arbeitsstunden hinaus eingeplant wird.

Noch exakter und einfacher wird die Zeiterfassung mithilfe unserer Zeitstempeluhr. So kannst du die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden und Pausenzeiten deiner Mitarbeiter automatisch erfassen und dokumentieren. Sollte der Zoll dann mal spontan vor deiner Tür stehen, kannst du mithilfe unserer Exportfunktion easy alle notwendigen Nachweise vorlegen.

Du willst deine Zeit lieber in Arbeit als in mühsame Zeiterfassung und Arbeitszeitnachweise investieren? Na dann los, melde dich an und teste shyftplan 14 Tage lang kostenlos!

1001 Mindestlohn- Ein Tool zur Zeiterfassung
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