Millennials

Wer sind eigentlich diese Millennials?

Schon heute gehören mehr als ein Drittel der Arbeitnehmer zur Generation der Millennials, der Generation Y. Bis 2025 werden es wohl bis zu zwei Drittel sein. Doch wer sind eigentlich diese sagenumwobenen Millennials?

Als Millennials werden Menschen bezeichnet, die zwischen 1985 und 2000, also kurz vor dem Jahrtausendwechsel, dem Millennium, geboren wurden. Die Millennials werden auch als die Generation Y (englische Aussprache: „why“) bezeichnet. Die Bezeichnung verweist auf das charakteristische Hinterfragen der Generation. Zu den vorherigen Generationen gehören die Baby- Boomers (1945- 1960) sowie die Generation X (1960- 1985). Die nachfolgende Generation, die nach 2000 geboren wurde, wird Generation Z genannt. Es wird allerdings häufig diskutiert, welche Geburtsjahrgänge zu welcher Generation gehören.

Die Millennials gelten als die ersten Digital Natives. Zwar haben die meisten Y’s eine analoge Kindheit erlebt, aber spätestens in ihrer Jugend sind sie das erste Mal mit digitalen Geräten in Berührung gekommen. Das hat nicht nur den Lifestyle und das Konsumverhalten der Generation, sondern auch ihre Einstellung gegenüber der Arbeitswelt geprägt.

Inwiefern dies zutrifft und was die Millennials eigentlich so besonders macht, möchten wir in unserem heutigen Blogpost enträtseln.

 

Die Meister der Improvisation

Die Millennials gelten als die Meister der Improvisation. Längst haben sie sich dem unbeständigen Arbeitsmarkt angepasst. Die Generation, die mit befristeten Arbeitsverträgen groß geworden ist, weiß die Vorteile der gewonnenen Flexibilität zu nutzen. Es macht ihnen nichts aus, den Arbeitgeber mehrmals zu wechseln. Ganz im Gegenteil: Die Millennials haben gelernt zu taktieren, um sich stets ein Hintertürchen offen zu halten.

Hinzu kommt, dass die Y’s die Vorteile der Digitalisierung sowie die Möglichkeiten der Globalisierung kennen. Sie sind an die unerschöpfliche Informationsquelle Internet  gewöhnt und wissen um die weltweiten Jobalternativen. Und auch wenn sie die Flut an Informationen und Möglichkeiten manchmal überfordert, macht es die Millennials gleichzeitig unabhängiger als die Generationen vor ihnen, und das auch von ihren Arbeitgebern. Die Generation Y will sich in ihrer Freiheit nicht einschränken lassen, es sei denn, die Konditionen entsprechen ihren Vorstellungen. Gelegentlich werden die Millennials deshalb auch als „Egotaktiker“ bezeichnet.

Zudem sind Millennials mobiler als jede andere Generation vor ihnen. Durch die globale Vernetzung fallen viele Hürden einer Auslands-Karriere weg. Englisch ist für die meisten Millennials wie eine zweite Muttersprache, oft sprechen sie sogar noch weitere Sprachen. Nicht zuletzt deshalb rufen Versetzungen ins Ausland bei vielen jungen Angestellten Begeisterung hervor. Für die Arbeitgeber bedeutet dies global einsetzbare Arbeitskräfte, aber auch weltweite Konkurrenz im Ringen um qualifiziertes Personal.

Aus diesem Grund wird auch die Frage nach den Bedürfnissen der Millennials und danach, wie man die Arbeitnehmer dieser jungen Generation an ein Unternehmen binden kann, in Zukunft immer essenzieller.

 

…und was wollen die eigentlich?

Bevor Unternehmen nun wild damit anfangen, ihr Unternehmen umzustrukturieren, um den Millennials beispielsweise neue, digitale Möglichkeiten zu bieten, sollten sie zunächst einmal verstehen, was die jungen Arbeitnehmer überhaupt wollen. Wir versuchen an dieser Stelle Licht ins Dunkel zu bringen und das Geheimnis um die Wünsche der Millennials zu lüften.

Laut einer Kienbaum-Studie aus dem Jahr 2016, bei welcher 270 Hochschulabsolventen in Deutschland im Alter von 26 Jahren befragt wurden, ist die kollegiale Arbeitsatmosphäre für die Befragten das Entscheidungskriterium Nummer eins bei der Suche nach einem neuen Job. Die Millennials wollen einen angenehmen Arbeitsalltag mit netten Kollegen, einer angenehmen Arbeitsatmosphäre sowie Spaß bei der Arbeit.

Als zweitwichtigstes Kriterium wird die Work-Life-Balance genannt, dicht gefolgt von Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Die Millennials suchen einen Arbeitgeber, der ihnen zwar Aufstiegschancen bietet, wichtig ist ihnen aber dennoch, trotz Karriere auch das Privatleben weiterhin genießen zu können. Um eine ausgeglichene Work- Life-Balance zu ermöglichen, bieten einige Arbeitgeber bereits flexible Arbeitszeitmodelle,  eine moderne Arbeitsplatzgestaltung, Kinderbetreuungs- und Sportangebote sowie das Arbeiten im Homeoffice an. Außerdem sollen die reiselustigen Millennials mit Zeit- statt Geldkonten gelockt werden.

 

“Spaß bei der Arbeit, eine ausgeglichene Work- Life- Balance und Zeit- statt Geldkonten.”

 

Eine gute Bezahlung steht bei den Y’s erst an fünfter Stelle, wenn es um die Entscheidung für einen neuen Job geht. Abgesehen davon, sei den Hochschulabsolventen die Internationalität von Projekten und Kollegen, die Kreativität und Innovation am Arbeitsplatz, die Arbeitsplatzsicherheit sowie flache Hierarchien im Job wichtig.

Viele junge Leute gehen heute nach Beendigung der Schule als Au-Pair oder in Form von Work and Travel, zunächst ins Ausland. Sie sind an den internationalen Austausch gewöhnt und es ist nur verständlich, dass sie sich diese Bereicherung auch am Arbeitsplatz wünschen. Dasselbe gilt für moderne Technologien. Die Generation Y ist an schnelle, unkomplizierte Kommunikation gewöhnt. Diese wollen sie natürlich auch am Arbeitsplatz nutzen können.

Dies erklärt eventuell auch die Beliebtheit von Startups als Arbeitgeber unter den Millennials. Denn Startups sind nicht nur der Inbegriff für Internationalität sondern stehen auch für Kreativität, Innovation und flache Hierarchien.

Überraschend ist, dass nur rund 16,3% der Befragten ethische Prinzipien als Kriterium für die Entscheidung für einen Job angaben, obwohl den Millennials häufig nachgesagt wird, vor allem ethische Aspekte bei der Jobwahl zu berücksichtigen.

Die Studie bestätigt die Annahme, dass die Globalisierung einen Einfluss auf die Wünsche der Generation Y an die moderne Arbeitswelt hat. Die wichtigsten Bedürfnisse bleiben aber auch in dieser Generation ein nettes Team, Arbeitszeiten, die ein Privatleben ermöglichen und gute Karriere- und Aufstiegschancen.

 

Think different! Aber nur ein bisschen. 

Jede Generation hat abhängig von der jeweiligen Zeit, in der sie aufwächst und lebt, andere Bedürfnisse und unterschiedliche Anforderungen an die Arbeitgeber.

So waren die Baby- Boomers in den Nachkriegsjahren wohl froh, wenn sie überhaupt einen sicheren Arbeitsplatz fanden. Die Millennials sind hingegen in Zeiten aufgewachsen, in denen das Leben durch die Digitalisierung und globale Vernetzung immer schneller und bewegter geworden ist. Nur verständlich, dass sie sich nach einem Arbeitsplatz umschauen, der ihnen in dieser schnelllebigen, unbeständigen Zeit Sicherheit sowie eine gesunde Work-Life-Balance verspricht.

 

Unser Talent-Specialist und HR-Manager Matthias Pianezzer, fasst das Ganze so zusammen:

“Will man als Unternehmen die passenden Talente finden und halten, so macht es wenig Sinn, sich auf die Bedürfnisse bestimmter Altersgruppen zu fixieren und seine Talentstrategie daran auszurichten. Bei shyftplan konzentrieren wir uns auf Maßnahmen, die unabhängig von demographischen Faktoren für alle unsere (zukünftigen) Mitarbeiter relevant sind und zu einem heterogenen und performanten Team beitragen. Authentizität ist hierbei der wichtigste Aspekt. Menschen sind in erster Linie Individuen und Authentizität hilft Unternehmen dabei, nicht nur die besten Talente zu finden und zu binden, sondern vor allem die Richtigen.”

 

Es bleibt also letztendlich festzuhalten, dass die Arbeitgeber gar nicht viel verändern müssen, um für junge Arbeitnehmer attraktiv zu bleiben. Natürlich sollten sich Unternehmen immer weiter entwickeln und verändern. Das sollten sie jedoch für das Unternehmen und nicht für die Millennials tun. Diese fordern nämlich entgegen aller Behauptungen gar nicht viel Neues von den Unternehmen. Am Ende des Tages wünschen sich Arbeitnehmer, egal welchen Alters und welcher Berufsgruppe, Entwicklungsmöglichkeiten, ein Team, in dem ein gutes Teamgefühl herrscht und Arbeitszeiten, die eine ausgewogene Work- Life- Balance ermöglichen. Und dabei ist es ganz egal ob wir ein Millennial, Baby- Boomer oder X ’ler sind.

 

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Millennials in der Arbeitswelt
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